Die Ursprünge des Empfehlungsmarketings

18. Juni 2009 Keine Kommentare

Die Bezeichnung Empfehlungsmarketing präsentiert sich sicherlich als eine Wortschöpfung der Moderne, die eigentlichen Ursprünge lassen sich jedoch auf bis die Zeit der Antike zurückführen. Bereits die Handelsreisenden in der Antike haben Empfehlungsmarketing getätigt. Dieses kann von den grundlegenden Strukturen auch mit der heutigen Form verglichen werden, allerdings wurde es zu dieser Zeit nicht annähernd so bewusst oder mit einem solch wirtschaftlichen Hintergedanken betrieben. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Empfehlungsmarketing im Grunde schon immer der Ausweitung des eigenen Geschäftes diente, allerdings spielten die eigentlichen Handwerker und Handelsreisenden eine eher sekundäre Rolle.
Die heute bekannten Strukturen des Empfehlungsmarketings entstanden im 20. Jahrhundert. Durch das Aufleben der Direktvertriebsorganisationen der USA, das in den 50er und 60er stattfand, wurde das Empfehlungsmarketing zu einem wichtigen und zugleich auch ausschlaggebenden Kernpunkt der einzelnen Unternehmen. Immer mehr Hersteller engagierten für den Vertrieb ihrer Produkte eigenständige Distributionsstrukturen, die wiederum die Basis für das moderne Empfehlungsmarketing bildeten. Entstanden ist somit eine Struktur, die komplexer kaum sein konnte. So haben Unternehmen ausschließlich für ihre Kunden umfangreiche Marketingpläne entwickelt, die sie bei dem Vertriebserfolg unterstützten sollten. Das Ziel war es, die Zufriedenheit der bereits bestehenden Kunden auf neue zu übertragen und somit das eigene Geschäft „kostengünstig“ zu erweitern. In diese Marketingpläne flossen schließlich alle Grundlagen des traditionellen Empfehlungsmarketing und wurden mit modernen Grundzügen erweitert.
Noch heute gilt das us-amerikanische Unternehmen Amway als einer der Vorreiter im Empfehlungsmarketing. Deutlich wird bei den Abstrichen der Unternehmensgeschichte, dass Amway ohne diese Form des Vertriebes kaum einen solch großen Erfolg hätte erarbeiten können. Dem Beispiel von Amway folgten in den Jahren zahlreiche Unternehmen, unter ihnen waren auch Betriebe aus Deutschland. An und für sich gilt die USA jedoch bis heute als Schlüsselfigur im Empfehlungsmarketing. Sicherlich zeigen auch immer mehr deutsche Unternehmen Interesse an diesen Aspekten. Allerdings wird bei einem Vergleich beider Länder deutlich, dass das Empfehlungsmarketing in Deutschland immer noch die Rolle eines Nischenproduktes spielt. Das Interesse in Deutschland gegenüber dieser Marketingform ist zweifelsfrei vorhanden. Anscheinend mangelt es jedoch noch an dem Engagement und vor allem auch der Risikofreude der einzelnen Unternehmen. Deutschlandweit setzen sich Kammern und auch Hochschulen gleichermaßen mit den Facetten und dem Nutzen dessen auseinander. Hierbei beziehen sie sich vor allem auf das Empfehlungsmarketing als Laienwerbung.

Das Empfehlungsmarketing

14. Juni 2009 Keine Kommentare

Viele Unternehmen weltweit haben sich das Empfehlungsmarketing bereits ganz groß auf die Fahnenstange geschrieben. Bekannt als Network-Marketing und Multi-Level-Marketing, kurz MLM, wird es bereits seit einigen Jahren als wichtigste Grundlage für Unternehmen zahlreicher Branchen angesehen. Wie der Name bereits darstellt, handelt es sich bei diesem um eine Marketingform oder auch um marketische Maßnahmen, die auf verschiedenen Empfehlungen basieren. Qualifizierende Beurteilungen und Empfehlungen werden hierbei durch eine Vertrauensperson an potenzielle Kunden übergeben. Das Empfehlungsmarketing dient der individuellen Verkaufsförderung und bezieht sich sowohl auf Waren als auch auf Dienstleistungen verschiedenster Art.
Es wird bis heute von einem Großteil der Unternehmen oder auch durch dritte Personen unbewusst betrieben. Die Zahl der Betriebe, die diese Marketingform als wesentliche Schlüsselfigur betrachten, konnte zwar bereits deutlich wachsen, ist im Verhältnis zu anderen Optionen des Marketings jedoch noch in der Minderheit. Zudem lassen sich zwischen den einzelnen Branchen deutliche Unterschiede erkennen. Unbewusst wird das Empfehlungsmarketing demnach überwiegend im Handwerk und der Baubranche betrieben. Bewussten und effektiven Einsatz findet es hingegen in der Werbe- und Kommunikationsbranche. Beim bewussten Empfehlungsmarketing kommt es häufig zum Einsatz von selbstständigen Vertriebspartnern, die für die Akquirierung von Neukunden zuständig sind.
Auf Grund der Spannweite, die das Empfehlungsmarketing mittlerweile umfasst, wird es auch als eigenständige Vertriebsform angesehen. Es basiert hinsichtlich des Vertriebs und ebenso der Handhabung auf einem strukturellen und vertikalen Aufbau. Versucht man sich die Strukturen optisch vorzustellen, bietet sich ein Baum mit mehreren Ästen und Zweigen an. Das professionelle Empfehlungsmarketing basiert im Wesentlichen auf einer strengen Hierarchie, die durch das Unternehmen als Schlüsselfigur festgelegt wird. Auf Grund der effektiven Anpassung an die eigentlichen Unternehmensziele hat sich die ursprüngliche Form des Empfehlungsmarketings deutlich geändert und kann auch kaum mehr mit der grundlegenden Idee verglichen werden. In der Vergangenheit handelte es sich bei den Empfehlungen um Gegebenheit, die auch unter die so genannte Mund-zu-Mund-Propaganda fielen. Auf diese hat das eigentliche Unternehmen, das im Fokus dessen stand, keinen großen Einfluss. Nachdem jedoch erkannt wurde, dass es sich bei diesem um eine der wichtigsten Säulen des unternehmerischen und zugleich auch wirtschaftlichen Erfolges handelt, wurde das Empfehlungsmarketing zu einer eigenständigen Form konzipiert, die vor allem an Komplexität gewinnen konnte.
Entstanden aus diesen Anpassungen und Veränderungen ist das heute bekannte MLM. Im Grunde ist das MLM eine eigenständige Form, die jedoch auch heute noch zu dem Empfehlungsmarketing gezählt wird. Hierbei handelt es jedoch um eine falsche Zuordnung. Vom klassischen Empfehlungsmarketing kann im Grunde nur die Rede sein, wenn es unbewusst betrieben wird.