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Finanzberater setzen zu wenig auf Empfehlungsmarketing

3. Februar 2010 1 Kommentar

Die Mehrheit der Kundenberater in der Finanzdienstleistungsbranche betreibt kein Empfehlungsmarketing. Wertvolles Neugeschäft wird hierdurch verspielt. Dabei sprechen weit mehr Kunden qualifizierte Empfehlungen aus, als allgemein angenommen wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Vertrieb24 durchgeführte Studie, die das Verhalten von über 1700 Beratern aus der Versicherungs-, Investment- und Bankenbranche untersuchte.

Lediglich fünf Prozent der Berater sowie Makler in der Finanzdienstleistungsbranche setzen Empfehlungsmarketing aktiv in ihren Beratungsgesprächen ein. Zu allem Überfluss wendet die Mehrzahl der Befragten dieses Mittel zur Akquise falsch und unstrukturiert an und vergibt hierdurch eine große Zahl potenzieller Neukundentermine.

Das Gros der Berater und Makler lässt folglich eine Menge Potenzial für Neugeschäft ungenutzt. Denn richtig angewandt, so ein weiterer Befund der Studie, bringt Empfehlungsmarketing dem Berater durchschnittlich 2,4 Empfehlungen pro Kunde ein, was bis zu zwanzig hochwertige Neukundentermine pro Monat bedeuten kann. Hierbei handelt es sich nicht um lose Kontakte, sondern um qualifizierte Referenzen, das heißt der Berater wurde durch den Kunden persönlich empfohlen. Folglich wartete der Neukunde anschließend auf eine Terminvereinbarung seitens des Beraters.

Als Grund für die seltene Verwendung von Empfehlungsmarketing vermutet Holger Stiebing, Leiter für Vertriebsstudien bei Vertrieb24, das unter den Finanzdienstleistern weit verbreitete Vorurteil, Empfehlungsmarketing stoße bei der Kundschaft auf Ablehnung. Die Studie unterstreicht dies: Von den Kunden im Investmentbereich sind in etwa zwei Drittel der Kundschaft dazu bereit, aktiv Empfehlungen auszusprechen. Für Versicherungsgesellschaften beläuft sich dieser Wert auf zirka 50 Prozent der Kundschaft, für Kreditinstitute immerhin noch auf 32 Prozent.